Frühförderung zuhause
In den meisten Bundesländern wird die Frühförderung auch in
mobiler Form angeboten. Die Frühförderung findet dann zu Hause, im gewohnten Umfeld des Kindes, statt. Das soziale Umfeld des Kindes (Eltern, Geschwister oder sonstige Personen, die eine Bezugsperson für das Kind darstellen) kann in die Förderangebote mit einbezogen werden. Der Familie wird Hilfestellung und Anleitung gegeben in Situationen, in denen sie sich unsicher ist, wie sie auf das Kind reagieren soll oder bei Fragstellungen, wie das Kind im Familienalltag weiter gefördert werden kann.

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Frühförderung ambulant

343neu In der Regel verfügt jede Frühförderstelle auch über eigene Räume. Diese sind je nach Förderschwerpunkt unterschiedlich eingerichtet und unterscheiden sich von Frühförderstelle zu Frühförderstelle. Es gibt bspw. besonders reizarme Räume, für Kinder, die Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren. In diesen Räumen wird auf jegliche Dekoration verzichtet, die das Kind ablenken könnte. Entsprechend der unterschiedlichen Förderschwerpunkte gibt es auch andere Förderräume: Bspw. Motorikräume (für Bewegungsübungen), Bastel- und Werkräume oder Räume, in denen die Kinder die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen und zu entspannen.

Die Frühförderung als ambulante Form bietet dem Kind neue Erfahrungsräume und somit auch andere Erfahrungsmöglichkeiten als zu Hause. Oft werden in den Frühförderstellen auch Spielgruppen angeboten, wodurch wiederum andere Schwerpunkte gesetzt werden können, als in der Einzelförderung. Die Frühförderung als ambulante Form bildet folglich eine optimale Ergänzung zur Förderung im familiären Umfeld.
 

Frühförderung in der Kita

344neu Je nach Förderschwerpunkt kann die Frühförderung auch im Kindergarten oder der Kindertagesstätte angeboten werden. Ein Grund dafür kann bspw. sein, dass das Kind in der Gruppe auffällige Verhaltensweisen zeigt. Manche Kinder haben z. B. Schwierigkeiten, sich in größere Gruppen einzufinden. Mit Kindern, die zu Konfliktverhalten neigen, können Lösungstrategien zu Konfliktsituationen in der Gruppe erarbeitet werden. Kinder, die sehr schüchtern sind, können dabei unterstützt werden, mehr Selbstsicherheit in der Gruppe zu entwickeln.

 Manche Einrichtungen besitzen auch spezielle Förderräume, auf die die Frühförderung oder andere Therapeuten zurückgreifen können, wenn das Kinder ganztägig in der Betreeungseinrichtung untergebracht ist.